Klarstellung der FMA Liechtenstein

In einem Artikel des Spiegels vom 27. August 2022 wird die Finanzmarktaufsicht (FMA) Liechtenstein in ein schlechtes Licht gerückt. Die FMA distanziert sich in Gänze von dieser Darstellung.

Die FMA sorgt gemäss ihrem gesetzlichen Auftrag für die Gewährleistung der Stabilität des Finanzmarktes Liechtenstein, den Schutz der Kunden, die Vermeidung von Missbräuchen sowie die Umsetzung und Einhaltung anerkannter internationaler Standards. Dabei nimmt sie konsequent ihre Aufsichtspflicht wahr und sanktioniert festgestellte Verstösse.

Im Falle der Union Bank AG hat die FMA seit Vorliegen ausreichender Hinweise und Informationen auf Verfehlungen umgehend geeignete Massnahmen zum Schutz der Kunden und der Reputation des Finanzplatzes ergriffen. Darüber hinaus hat die FMA die Geschäftsbeziehungen und Transaktionen der Union Bank AG geprüft und zahlreiche weitere aufsichtsrechtliche Massnahmen ergriffen. 

In diesem Zusammenhang wurde Deloitte (Liechtenstein) AG von der FMA mit der Durchführung einer ausserordentlichen Sorgfaltspflichtkontrolle beauftragt, um mögliche Verstösse gegen die Geldwäschereigesetzgebung bei der Union Bank AG abzuklären. Die Resultate hat Deloitte in einem Bericht zuhanden der FMA festgehalten. Aufgrund des Berichts hat die FMA umgehend weitere aufsichtsrechtliche Massnahmen gegen die Union Bank AG durchgesetzt. Der Bericht beschäftigt sich damit nicht mit der Aufsichtswahrnehmung durch die FMA, sondern ausschliesslich mit den Ergebnissen der durch die FMA in Auftrag gegebenen ausserordentlichen Sorgfaltspflichtkontrolle. Dieser Bericht ist vertraulich, die FMA kommentiert deshalb die darin festgestellten Sachverhalte nicht weiter.

Liechtenstein toleriert keine Geldwäscherei und verfolgt diese. Die Aufdeckung von Geldwäschereivorfällen und die rasch und konsequent handelnden Behörden zeigen, dass das Dispositiv Liechtensteins zur Bekämpfung der Geldwäscherei funktioniert. Den hohen Standard, den Liechtenstein in der Geldwäschereibekämpfung anwendet, bestätigt der im Juni veröffentlichte fünfte Länderbericht von Moneyval, dem Expertenausschuss des Europarats für Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Dieser stellt Liechtenstein bezüglich der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung ein sehr gutes Zeugnis aus.

Durch die Mitgliedschaft im Europäischen Wirtschaftsraum kommen in Liechtenstein dieselben hohen europäischen Standards in der Finanzmarktregulierung und der Bekämpfung der Geldwäscherei zur Anwendung wie in den Staaten der Europäischen Union. Die Umsetzung internationaler Regulierungsstandards und ihre konsequente Durchsetzung ist ein Grundpfeiler der liechtensteinischen Finanzplatzstrategie.

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