Geldwäschereibekämpfung

Liechtenstein misst dem Kampf gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung seit Jahren höchste Priorität bei und verfolgt in diesem Bereich eine Null-Toleranz-Politik.

Als EWR-Mitglied hat Liechtenstein die 4. EU-Geldwäschereirichtlinie (EU) 2015/849 als auch die Verordnung (EU) 2015/847 über die Übermittlung von Angaben bei Geldtransfers umgesetzt.

Die entsprechenden Umsetzungsbestimmungen finden sich insbesondere im Gesetz über berufliche Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung von Geldwäscherei, organisierter Kriminalität und Terrorismusfinanzierung (Sorgfaltspflichtgesetz; SPG) und in der Verordnung über berufliche Sorgfaltspflichten zur Bekämpfung von Geldwäscherei, organisierter Kriminalität und Terrorismusfinanzierung (Sorgfaltspflichtverordnung; SPV).

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat 2002, 2007 und 2013/2014 (gemeinsam mit Moneyval) geprüft, inwieweit die liechtensteinischen Bestimmungen zur Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung den FATF-Standards (FATF 40+9 Empfehlungen) entsprechen. Der IWF und Moneyval haben Liechtenstein zuletzt hohe Standards bei der Bekämpfung von Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung bescheinigt
(siehe http://www.coe.int/en/web/moneyval/jurisdictions/liechtenstein).

Liechtenstein ist seit vielen Jahren ein aktives Mitglied von MONEYVAL. Dabei handelt es sich um den 1997 gegründeten Expertenausschuss des Europarats zur Bewertung nationaler Massnahmen gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung. Dieses Regionalgremium nach Vorbild der FATF hat den Auftrag, durch wechselseitige Evaluierungen der einzelnen Mitgliedsstaaten sicherzustellen, dass deren Massnahmen gegen Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung den FATF-Standards entsprechen. MONEYVAL ist assoziiertes Mitglied der FATF und erstattet der FATF regelmässig Bericht.

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