Feuer- und Elementarschaden-Versicherung: Sturmwind und Bestimmungsmässi-ges Feuer* 2024 häufigste Schadenursachen

29.08.25 Publikation
Die FMA hat heute die Broschüre Feuer- und Elementarschadenversicherung in Liechtenstein zum Berichtsjahr 2024 veröffentlicht. Als eines von wenigen Ländern verfügt Liechtenstein zusammen mit der Schweiz über einen flächendeckenden Versicherungsschutz gegen Feuer- und Elementarschäden für Gebäude und Hausrat.
*Bestimmungsmässiges Feuer: Durch Zündhölzer und Feuerzeuge, Rauchzeug, Kerzen, Schweissen und Löten sowie Feuerwerk verursachte Brände.
Feuer- und Elementarschaden-Versicherung in Liechtenstein 2025

Feuer- und Elementarschaden-Versicherung in Liechtenstein 2025

Feuer- und Elementarschadenversicherung in Liechtenstein 2025 Deutsch

Ausgabe 2025 zum Berichtsjahr 2024 - Zahlen und Fakten zur Versicherung von Gebäuden und Hausrat gegen Feuer und Naturereignisse (634 kB)

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In Liechtenstein sind Werte in der Höhe von CHF 31,5 Mrd. gegen Feuer- und Elementarschäden versichert – mehr als das Vierfache des Bruttoinlandsprodukts. Dieser Wert zeigt die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung dieser Versicherung. Sie ist ein wichtiger Bestandteil im integralen Risikomanagement des Landes, das die Vorsorge gegen Naturgefahren, die Bewältigung von Naturereignissen sowie den Wiederaufbau umfasst.

 

Sturmwind war 2024 wie schon in den Vorjahren mit 239 Schäden die häufigste Schadenursache bei Naturereignissen. Dann folgen Schäden durch Hagel und Steinschlag. In der Feuerversicherung war Bestimmungsmässiges Feuer – das sind durch Zündhölzer und Feuerzeuge, Rauchzeug, Kerzen, Schweissen und Löten sowie Feuerwerk verursachte Brände – die häufigste Schadenursache. Von insgesamt 112 Schäden entfielen 19 Schäden auf Bestimmungsmässiges Feuer. Insgesamt leisteten die Versicherungsunternehmen 2024 Zahlungen von CHF 7,0 Mio. für Feuerschäden und CHF 2,6 Mio. für Elementarschäden. Versicherte Elementarschäden sind Schäden, die durch die Naturereignisse Hochwasser, Überschwemmung, Sturm, Hagel, Lawinen, Schneedruck, Felssturz, Steinschlag und Erdrutsch entstehen.

 

Die aktuelle Ausgabe der Broschüre enthält ein Interview mit Eduard Held, Geschäftsführer des Elementarschadenpools des Schweizerischen Versicherungsverbands, zum Felssturz in Blatten. «Auch wenn das Ereignis in seiner Tragik und in seinen Auswirkungen für die Bevölkerung in jüngster Vergangenheit wenig Vergleiche findet: Diese Schadenhöhe ist für die Versicherer kein Jahrhundertereignis. Das Schadenausmass ist vergleichbar mit den Hagelniederschlägen in Locarno im Jahr 2023, die innert kurzer Zeit Schäden von über 300 Millionen Franken verursacht haben», so Held.

 

Auch Liechtenstein kennt verheerende Starkwetterereignisse. In diesem Sommer jährte sich das «Jahrhundertunwetter» in Triesen und Triesenberg, das unter anderem mehrere Meter hohe Schlammlawinen verursachte, Häuser unter Wasser setzte und Autos mit sich riss, zum dreissigsten Mal.

 

Die FMA ist in der Feuer- und Elementarschadenversicherung mit verschiedenen Aufsichtsfunktionen betraut und verfügt damit über das notwendige Datenmaterial. Die Broschüre Feuer- und Elementarschadenversicherung in Liechtenstein wird jährlich aktualisiert und steht auf der Website zur Verfügung.


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