T+1-Abwicklungszyklus: Start ergänzender Umfragen zur Readiness

19.05.26 Abwicklung
Am 12. Mai 2026 veröffentlichte das EU T+1 Industry Committee (EUIC) eine zweite Umfrage, die das Bewusstsein der Branche für die Umstellung auf den T+1-Abwicklungszyklus weiter zu stärken. Parallel dazu führt die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA) in Zusammenarbeit mit den nationalen Aufsichtsbehörden des EWR eine ergänzende Umfrage durch.

Ab dem 11. Oktober 2027 sieht die Verordnung (EU) Nr. 909/2014 (CSDR) die Verpflichtung zur Umstellung des Abwicklungszyklus von T+2 (Lieferung zwei Tage nach Abschluss des Handelsgeschäfts) auf T+1 (Lieferung am Folgetag zum Handelsgeschäft) vor. Künftig müssen Wertpapiergeschäfte somit bereits am Tag nach dem Abschluss abgewickelt werden. Dies stellt eine wesentliche Veränderung für die Finanzmärkte dar und erfordert eine umfassende Überprüfung von Systemen und operativen Prozessen entlang der gesamten Handels und Nachhandelskette.

 

Um den Vorbereitungsgrad der Marktteilnehmer auf die Umstellung auf T+1 zu bewerten und ein besseres Verständnis der Situation in Liechtenstein - insbesondere im Hinblick auf potenzielle Herausforderungen - zu gewinnen, ersucht die FMA die Marktteilnehmer an beiden freiwilligen Umfragen teilzunehmen.

Umfrage der FMA-ESMA

Die Antworten stehen ausschliesslich der FMA sowie der ESMA zur Verfügung.

Umfrage des EUIC 

Die Ergebnisse der EUICUmfrage werden anonymisiert erhoben und ausschliesslich in aggregierter Form gesammelt.

 

Beide Umfragen laufen parallel. Eine Teilnahme ist bis 9. Juni 2026 möglich. Eine breite Beteiligung aller Finanzmarktteilnehmer ist entscheidend, um ein verlässliches Gesamtbild des Vorbereitungsstatus zu erhalten und potenzielle Bereiche mit weiterem Handlungsbedarf zu frühzeitig zu erkennen.


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